Archive for Januar, 2010

Endlich Schlaf

Samstag, Januar 30th, 2010

Der Umstand, so ein richtiger Erz-Proto Krebs zu sein, hat sicher haufenweise Nachteile, aber auch einen ganz entscheidenen Vorteil: Bei Vollmond schlafen Sie bombig! Wenn alle Anderen fahrig und nervös und übermüdet sind, dann bin ich in meinem Element. Manchmal mach ich des Nachts extra die Rollos auf, damit der Mond rein scheinen kann – je mehr Mondlicht ich ab bekomme , desto besser schlaf ich und wohler fühle ich mich.

Und so ist es dann auch nicht verwunderlich, dass ich letzte Nacht zum ersten mal seit langem wieder gut und ausreichend geschlafen hab….. so gut, dass ich beschlossen hab, heute morgen wieder zu Fuss einkaufen zu gehen (ähm, nicht dass ich eine Wahl hätte, so wie es draußen aussieht ;) ).

Ich muss nur noch das hier auf meinen MP3 Player packen, wer weiß, vielleicht treff  ich ja wieder eine vereiste Bordsteinkannte und hab diesmal mehr Glück …..

Das ging flott

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Keine 24 Stunden hat’s diesmal gedauert…..

“Werther” gibt es schon auf OS – wie immer, leider, nur für Mitlglieder, hier.

Außerdem ist fast die komplette Oper schon auf youtube.

Sind wir gemein?! Nein, gar nicht…..

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Einer dieser Artikel die ich nur andeutungsweise andeuten kann ;) …..

Ganz, ganz wenige Leute hier wissen, wo mein ehemaliger Freund wohnt, ich meine, wo genau er wohnt, oder besser gesagt, wie unglaublich günstig gelegen er wohnt…..

Ich habe das tunlichst nie breit getreten, ich hab mir jetzt nie sooo viel daraus gemacht, denn bis dato haben mich ja eigentlich nur tote und ein dort seit Jahren unerwünschter Sänger interessiert,  außerdem hat er selbst mir von Anfang an klar gemacht: “Vergiss es!!!!! Denk nicht mal dran! Frag nicht danach! Vergiss es einfach!”. Das gute Verhältniss zu den Nachbarn bedeutet ihm nämlich ‘ne Menge…..

Nun, die Dinge haben sich geändert ;) ! Grundlegend, sozusagen ;) .

Nur, dass wir uns recht verstehen, was ich mit “günstig gelegen” meine….. Plácido Domingo hat sich vor langen Jahren mal eine Woche lang jeden Morgen unter seinem Schlafzimmerfenster eingesungen (in ohrenbetäubender Lautstärke, wie er nicht müde wurde, mir zu versichern -  seine genauen Worte waren “so ein Krach so früh am Morgen!”).

Und damit wir uns noch besser verstehen, das war keine einmalige Angelegenheit – unter seinem Schlafzimmerfenster singen sich jeden  Sommer ein paar Wochen lang die besten Opernsänger der Welt ein – verstehen Sie, worauf ich hinaus will ;) ?

Ich denke, es ist an der Zeit, sich alter Bekannter zu erinnern, und großzügig über vorangegangene Meinungsverschiedenheiten hinweg zusehen  ;) …..

Anfassen

Mittwoch, Januar 27th, 2010

(Vorsicht!)

Ich hab mich sehr zurück gehalten damit, über diese “Veränderungen” zu schreiben, die ich durchmache. Kein normaler Mensch wird verstehen können, warum man sich jahrelang nicht an den Mund fassen kann, und vor allem nicht, was für eine unglaublich Belastung sowas ist. Niemand, der nicht selbst erlebt hat, wie entsetzlich Zwänge werden können, kann das nachempfinden…..

Jetzt hat sich meine Welt in den letzten Wochen einmal um sich selbst gedreht – mir ging es so schnell besser, dass ich schon garnicht mehr mit kam – jeden morgen waren wieder andere Symptome weg, hatten sich einfach in Nichts aufgelöst, und ich konnte nur ungläubig zugucken…..

Aber bleiben wir nur mal bei diesem “an den Mund fassen”, was ich seit….. ich weiß nicht, zehn Jahren oder so nicht mehr gekonnt hatte, bzw. nur unter größten Anstrengungen. Jedesmal mal, wenn ich mir den Fingern in die Nähe des Mundes gekommen war, musste ich mich ganz waschen und frische Sachen anziehen, und das alles nach einem bestimmten Ablauf – machte ich einen Fehler, musste ich wieder von vorne anfangen, sonst bekam ich Todesangst. Es verging kein Tag, an dem mich dieser Zwang nicht körperlich und psychsich an den Rand des Erträglichen gebracht hätte. Mehrere Stunden gingen täglich dafür drauf.

Sie können sich nicht vorstellen, mit welcher Hingabe ich mir seit neustem das Gesicht eincreme!!!!! Jetzt, wo ich es endlich wieder kann!!!!! Über zehn Jahre ging das nicht. Die Angst, dabei in die Nähe des Mundes zu kommen, war zu groß. Wenn es z.B. im Winter überhaupt nicht mehr  auszuhalten war ohne Creme, hab ich mit der Hand von oben über den Kopf gefasst und mir etwas um die Augen getupft – mehr ging nicht. Zähneputzen hat immer mehrere Stunden gedauert und hinterher war ich jedesmal kurz vorm Umfallen.

Gestern morgen kam ich aus der Dusche und meine Nase juckte furchtbar. Normalerweise bedeutete das, entweder das Jucken aushalten, oder kratzen, und eine ermüdende, lange Waschprozedur folgen lassen – und  mit einmal dachte ich “Das ist vorbei! Du kannst Dich an der Nase kratzen….. Du kannst Dich sogar am Mund kratzen, wenn es juckt, es ist vorbei…… mein Gott! Dieser Alptraum ist endlich vorbei!!!!!”

Und dann hab ich mich hingesetzt, und mich gekratzt – und fürchterlich geheult. Und dann hab ich Panik gekriegt, weil mir die Tränen doch über den Mund liefen und vom Mund auf den Bademantel tropften – normalerweise hätte ich den Mantel sofort in die Wäsche tun und mich eine Stunde lang abschruppen müssen – aber da war nichts mehr, die Angst war weg…..

Es wird noch lange dauern, bis ich begriffen hab, dass es tatsächlich vorbei ist……

Kein Glück…..

Mittwoch, Januar 27th, 2010

scheine ich mit youtube accounts zu haben.

Meinen Allerersten vor drei Jahren hab ich gelöscht, weil ich damals zu denen gehörte, die in einschlägigen Gruppen und unter bestimmten Videos von diesem derangierten Opernfan auf das Übelste beleidigt und beschimpft worden sind – (die Geschichte, und welche Auswüchse das im Nachhinein noch angenommen hat, hab ich ja schon des Öfteren geschildert, weil sie ganz gut erklärt, warum ich bei Fremden hier auf dem Blog oft so “spei” und einsilbig reagiere. Das hat wirklich nichts mit Unfreundlichkeit zutun, sondern rührt von diesen Erfahrungen damals her.)

Den Zweiten hatte ich eilig eingerichtet, und nach einem Monat fand ich den Nick so blöd – gelöscht.

Den Dritten und Vierten bin ich los geworden. Einer Bekannten von mir hatte man sämtliche Accounts mit zusammen über 500 Domingo Videos gelöscht, ich bot an, ihr beim Uploaden zu helfen. Mit meinem alten Laptop ging das nur furchtbar langsam, bei 9 von 10 Versuchen stürzte alles ab. Ihr ging das nicht schnell genug, also lud sie’s selber hoch, mit dem Ergebnis, dass hinterher alles doppelt da war, was youtube erst recht auf den Plan rief…..

Mein Fünfter….. das war die Zeit, als ich selber Videos mit Domingo machte und hochlud – nach ein paar Monaten kam mir das entsetzlich kindisch vor und ich nahm sie alle runter, hätte ich das nicht getan, wären sie mir eh über kurz oder lang gelöscht worden. Den Account hab ich dann gleich mit zu gemacht.

Der sechste und siebte Account – die hatte ich jeweils nur für ein paar Wochen, weil ich zu einem Thema was sagen wollte.

Den nächsten “Richtigen”, den achten, wohlbemerkt, hatte ich erst wieder eingerichtet, als ich mit den Raising Eden Übersetzungen anfing. Dass ich die Reihe nicht weiter übersetzt hab, lag nicht (nur) daran, dass ich mich von dem Inhalt entfernt hab, sondern hauptsächlich daran, dass ich keine weiteren Teile mehr hochladen konnte, da man mir – fälschlicherweise! – Urheberrechtsverletzungen vorwarf. Klären können hätte das nur der Produzent der Videos, mit dem die Übersetzungen ja abgesprochen waren.

Ich hatte mich lange nicht mehr bei dem Konto angemeldet. Eben wollte ich ein Kommentar zu einem Video abgeben, und als ich mich angemeldet hatte, wurde ich überhäuft mit Meldungen….. ich solle mich um die Videos (Raising Eden) kümmern…… die wären schon in manchen Ländern gesperrt usw usw.! Als ob ich da was dran machen könnte, ich hab doch nur die Übersetzungen gemacht…..!
Im Grunde war ich froh, damit abschließen zu können.

Jetzt also, der neunte Account.
Und der ist jetzt definitiv nur zum Kommentieren und Videos sammeln….. wenn ich da Videos hochlade, dann nur komplett selbstgemachte, z.B. für den Blog.

Nur ein Satz

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Ich könnte jetzt ellenlang erzählen und erzählen, und schwärmen, und in Superlative verfallen, und morgen würde ich dann anfangen, den Artikel wieder zu ändern und zu relativieren – (spätestens dann, wenn die ersten schnippischen Bemerkungen bestimmter Leute mal wieder ihr Ziel nicht verfehlt haben).

Deswegen sage ich nur einen Satz, und eigentlich habe ich auch nur diesen einen Satz zu sagen……

Ich hab nicht gewusst, nicht mal zu hoffen gewagt, dass es so etwas noch gibt.

In 9,8,7…..

Dienstag, Januar 26th, 2010

Ein Ticker ist genau das, was mir jetzt gerade noch gefehlt hat!

Ich muss irgendwie noch Schlaf bekommen heute, sonst kann ich das vergessen, übermüdet kann ich keine Opern gucken, da kann da singen wer will…..

(Hier war ein Arte Video mit der “Werther” Live Übertragung)

"Jemanden auf den Proppen setzen"

Montag, Januar 25th, 2010

Ein Sucheintrag von gestern hat mich drauf gebracht…..

Ich selbst hab zwar nie Plattdeutsch gesprochen, aber da ich von meiner deutschen Großmutter groß gezogen worden bin (die andere Seite meiner Familie kommt aus Belgien, falls ich das noch nie erwähnt haben sollte), bin ich mit dem Klang und auch mit den Ausdrücken der Sprache aufgewachsen, und Vieles benenne ich bis heute mit seinem plattdeutschen Namen.

Natürlich weiß ich, was ein Topf ist, aber ich käme nie auf die Idee, es “Topf” zu nennen, für mich ist ein Topf ein Pott ;) , ein Umstand, den schon meine Kindergärtnerin moniert hat, von meiner Grundschullehrerin ganz zu schweigen. Und eine Mitschülerin hab ich mal zur Verzweiflung getrieben, in dem ich ihr sagte, sie solle mal in der Trecke nachsehen – erst nach 10 Minuten fiel mir dann ein, dass “Trecke” Schublade heißt. An der Uni hab ich mal ungewollt mit dem – für mich völlig normalen – Ausdruck “Kerl, was war ich mir wahnich” für minutenlanges Gelächter gesorgt. Und in einem Zug bin ich mal von einer wildfremden Frau angesprochen worden, die meinte, ich solle doch noch etwas erzählen, sie würde das Westfälische so gerne hören (….. was mich damals tödlich beleidigt hat, war ich doch bis dahin davon ausgegangen, lupenreines Hochdeutsch zu sprechen…..) .

Aber nichts hat mich je so in die Breduille gebracht, wie als ich zu einem Bayer sagte, er solle aufpassen, dass man ihn nicht auf den Proppen setzt!

“Auf den Proppen setzen” ist bei uns ein ganz normaler, alltäglicher Ausdruck. Er bedeutet, Jemanden auf etwas sitzen zu lassen, also, etwas zu zusagen und es dann nicht einzuhalten.

In Bayern kannte man den Ausdruck aber offensichtlich nicht. Sein Gesichtsausdruck wechselte von entgeistert zu entrüstet, und dabei lief er sprachlos puterrot an  :lol: . Ich kann  nur erahnen, was dabei bildlich in seinem Kopf vorging, als er versuchte sich vorzustellen, was ich denn bloß damit meinen könnte….. :lol:

Werther auf Arte

Montag, Januar 25th, 2010

Es juckte mir ja schon in den Fingern, darüber zu schreiben, seit ich vor einigen Wochen von dieser Übertragung erfahren hab. Da ich aber immer noch ein Problem mit festen Terminen hab, dachte ich, mach Dich bloß nicht verrückt, sonst kannst es am Ende nicht gucken. Sogar meine Schlaflosigkeit der letzten Woche hab ich schon darauf geschoben…..

Erstmal – mir ist aufgefallen, dass der letzte Post, bevor ich vor ein paar Tagen das Blog neu aufsetzen musste, nicht mit gespeichert worden und deswegen verschütt gegangen war.

Es war eigentlich nur ein Video vom Premierenabend mit der im Affekt entstandenen (! :oops: ) und sich auf Sekunde 0:06/0:07 beziehenden Überschrift

“Kennen Sie das Geräusch, das man macht, wenn man die Luft einzieht und dann vergisst, weiter zu atmen?!”

Ich muss gestehen, dass ich bis  vor ein paar Tagen nur den Anfang des Videos kannte (keine Kommentare bezüglich dieses Umstandes bitte, ja…..), jetzt wo ich es ganz kenne, sollte ich vielleicht noch anmerken, dass es mir nicht recht begreiflich ist, warum man mit Zoom auf Jemanden halten muss, der hustet und niest, oder besser gesagt,  weil er das tut, aber nun gut…..

Einen wirklich wunderschönen, eindrucksvollen  Blog Artikel über die Aufführung, der Jedem des Englisch mächtigen hiermit wärmstens ans Herz gelegt sei, gibt es auf  “Opera is magic”

“Jonas Kaufmann gives life and death to Werther in Paris”

Auf einigen Blogs war zu lesen, was auch aus der Webseite der Pariser Opéra National hervorging, dass bei der Aufführung am 20. ein anderer Tenor Kaufmann vertreten hat, und ich weiß nicht, wer Samstag gesungen hat, ich will aber garnicht daran denken, dass ….. (das hat sich geklärt, siehe HIER die Kommentare). Es ist immer so unfair dem anderen Sänger gegenüber, sowas zuschreiben, aber eine Menge Leute würden furchtbar enttäuscht sein.

Jules Massenet’s “Werther”,  am Dienstag (26.01) zeitversetzt auf Arte um 20.35. Wer einen kleinen Vorgeschmack möchte, der clicke HIER.

Da ich weiß, dass auch viele Leute hier lesen, die mit Oper so gar nichts am Hut haben, sei noch angemerkt, dass sich diese Oper auch gut (meine Meinung) für absolute “Neu Einsteiger” eignet. In dem Fall lesen Sie am besten vorher die Handlung, und vielleicht auch noch das ein oder andere über Goethe’s Vorlage, und – ganz wichtig – lassen Sie an dem Tag ab mittag Radio und MP3 Player aus. Die meisten Anfänger fühlen sich nach einer Oper nur deswegen so erschlagen, weil sie schon nach einer Stunde die Musik nicht mehr aufnehmen konnten und nur noch als Krach empfunden haben, dem kann man ganz gut vorbeugen indem man die Ohren vorher etwas schont ;) .

Engellieder

Sonntag, Januar 24th, 2010

Als ich neulich fast eine Woche lang kaum schlafen konnte, hab ich mich an Rilke erinnert. Rilke gehört zu dem ganz Wenigen, dass nicht Musik ist, und mich trotzdem wie Musik berührt…..

Aus seinen Engelliedern – eins meiner Lieblingsgedichte

Wenn ich einmal im Lebensland

“Wenn ich einmal im Lebensland,
im Gelärme von Markt und Messe -
meiner Kindheit erblühte Blässe:
meinen ernsten Engel vergesse -
seine Güte und sein Gewand,
die betenden Hände, die segnende Hand, -
in meinen heimlichsten Träumen behalten
werde ich immer das Flügelfalten,
das wie eine weiße Zypresse
hinter ihm stand…”

Rainer Maria Rilke