Die Bibel ist voller Aufforderungen ….. “tu dies” ….. “lass das”….., viele Menschen sehen allein schon bei der Erwähnung des Wortes “Bibel” so rot und nehmen reflexartig eine so ablehnende Haltung ein, dass sie garnicht mehr offen sind für irgendetwas Positives, dass in all dem liegen könnte. Es wird grundsätzlich mit Vorschriften und Einschränkungen gleichgesetzt, und dagegen, das hat fast jeder heutzutage eingeimpft, muss man sich mit aller Vehemenz zur Wehr setzen, und wenn man sich damit auch noch so schadet, die -vermeintliche- Freiheit, zu tun was man will, hat an erster Stelle zustehen. Dass keine Religon der Welt einen Menschen so bevormundet, einschränkt und Anpassung von ihm verlangt wie das Diktat des gerade vorherschenden Zeitgeists und die Ansichten der Gesellschaft, und das Jemand, der immer nur darauf bedacht ist, ja auch immer alles tun und lassen zu können, was er für richtig hält, im Grunde der unfreiste Mensch der Welt ist, weil er in der Illusion lebt, frei zu sein, während ein Gläubiger sich zumindest aussucht, welchem Einfluss er sich aussetzt und wofür er seine vermeintliche Freiheit “opfert”, dass sehen sie nicht.
Es gibt eine Aufforderung in der Bibel, die 366 mal wiederholt wird, 366 mal, einmal für jeden Tag, sogar an das Schaltjahr wurde gedacht. Wer die Bibel von vorne bis hinten liest, bekommt 366 mal gesagt “Fürchte Dich nicht“, und das oft sehr bestimmt.
Da steht nicht “Du brauchst keine Angst zu haben”, oder “Es gibt doch keinen Grund, sich zu fürchten”, nein da steht “FÜRCHTE DICH NICHT“!
Fürchte Dich nicht.
Für Jemanden wie mich, der sein halbes Leben an eine Angsterkrankung verloren hat, kann dieser Satz schier zum verzweifeln sein, im Kopf schreit es “aber….. aber….. aber…..”, all die gut gemeinten Ratschläge von zig Leuten fallen einem wieder ein, die einem versucht haben zu erklären, die Angst wäre irrational und unnötig, was nur überhaupt nicht geholfen hat, im Gegenteil, hinterher hatte man auch noch ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, nicht mehr ganz dicht zu sein, weil man trotz des ganzes Geredes vor Angst kaum atmen konnte…..
366 mal, “Fürchte Dich nicht“! Es steht da mit einer solchen Selbstverständlichkeit, eine so unumstößliche Gewissheit ausdrückend, dass einem jeder Widerspruch im Halse stecken bleibt.
Und doch sieht man es als Tröstung an, man meint, Gott, (oder der Verfasser des Textes, je nachdem, was man glaubt), hätte es dort hingeschrieben, mit der gut gemeinten Absicht, den Menschen etwas Zuversicht und Hilfe zugeben.
Da haben wir’s schon wieder ….. “gut gemeint”. Jeder, dem es einmal im Leben richtig beschissen gegangen ist, weiß, dass nichts schlimmer ist, als wenn es Jemand “gut meint” oder “doch nur helfen wollte”.
Was ist wenn diese 366 “Fürchte Dich nicht” garkeine gut gemeinte Hilfe sein sollen, sondern wenn sie genau so ernst und mahnend gemeint sind wie “Du sollst nicht töten”?!
“Fürchte Dich nicht” – denn wer sich fürchtet, der vertraut nicht, und wer nicht vetraut, der ist wie ein Blatt im Wind, das halt- und schutzlos den wirren der Welt ausgeliefert ist.
“Fürchte Dich nicht” – denn wer sich fürchtet, hat beständig das Schlechte, das er fürchtet, vor Augen, und was man im Kopf hat, zieht man in sein Leben. Das ist eine der Urgrundregeln Gottes, eine der Säulen dieser Welt.
“Fürchte Dich nicht“- denn wer sich fürchtet, in dem stirbt der Glaube.
“Fürchte Dich nicht” – denn wenn Du das tust, dann bekommst Du einen Grund, um Dich zu fürchten.
FÜRCHTE DICH NICHT!
